Beratung und Coaching für Familien
Coaching für Familien
Die Familie ist der erste Platz im Leben von Kindern, an dem sie lernen, mit anderen Menschen umzugehen und mit ihnen auszukommen. Die Erfahrungen, die in der Familie gemacht werden (wie man sich untereinander verständigt und zusammenarbeitet, wie mit Konflikten umgeht), haben Vorbildcharakter und beeinflussen die persönliche Entwicklung in hohem Maße.
Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil des familiären Zusammenlebens – sie bereichert zwischenmenschliche Beziehungen, kann aber blockierend wirken. Ein Kind ist darauf angewiesen, aus dem zu lernen, was es hört, sieht und begreift.
Zwischenmenschliche Probleme entstehen schnell, wenn Familienmitglieder ihre Gedanken, Emotionen und Bedürfnisse nicht ausdrücken. Oft fürchten sie, andere Menschen zu verletzen oder von diesen verletzt zu werden, falls sie ihre Wünsche und Meinungen aussprechen. Dann tragen die Familienmitglieder Masken, hinter denen sie die eigenen Emotionen und Gedanken verbergen; schließen sich aus und erleben in ihren Beziehungen eine gewisse Distanz.
Familienkonflikte sind dann problematisch, wenn sie nicht oder nur unzureichend gelöst werden. Oft werden sie verdrängt, bleiben unbewältigt – dabei ist es wichtig, zu erkennen, dass nur wenige Menschen eine Person so ärgern oder verletzen können wie ihre Angehörigen.
Oft sind es Anlässe, die immer wieder denselben Auslöser und Verlauf haben und zum selben Ergebnis führen. Deshalb ist es besonders wichtig, die Lösung der Konflikte anzustreben und die eigenen Rollen, Abhängigkeiten, ungeschriebenen Regeln zu kennen.
Die Kommunikation in der Familie ist abhängig vom Familienklima (z. B. Offenheit, Humor, Sorgen). Oft führt auch inkongruentes Verhalten oder das Nicht-Gesprochene zu Unsicherheit und Problemen. Kinder sind mit der Verarbeitung nicht stimmiger Botschaften oft überfordert (z. B. wenn ein Kind den traurigen Blick seiner Mutter sieht und nachfragt und die Antwort: „Nein, es ist alles o.k." bekommt). Dann sieht und fühlt das Kind etwas anderes als den Inhalt des Gesagten und versucht dies zu verstehen. Für die Entwicklung aller Familienmitglieder ist es weitaus gesünder, negative, aber dafür stimmige Dinge auszusprechen.
In der Kommunikation kommt es darauf an, das zu sagen, was gemeint ist, und darauf zu achten, wie es gesagt wird.
Eine gute Kommunikation ist wachstumsfördernd und ermöglicht allen Familienmitgliedern, mehr über sich selbst und die anderen zu lernen, offene und ehrliche Beziehungen aufzubauen und einander besser zu verstehen.
Schon Virginia Satir, die bekannte Familientherapeutin, sagte: „Diejenige Familie hat die besten Aussichten, zu einer entwicklungsfördernden Familie zu werden, deren Regeln freie Äußerung von allem erlauben, ob es nun schmerzlich, erfreulich oder sündig ist. Dabei handelt es sich um 5 Freiheiten: 1. zu hören und zu sehen, was da ist; 2. zu sagen, was man fühlt und denkt, 3. zu fühlen, was man empfindet; 4. zu erbitten, was man wünscht, und 5. zu wagen, was reizvoll ist".
Im Coaching können z. B. folgende Fragen geklärt werden:
- welches Kommunikationsverhalten prägt unsere Familie?
- Welche Erwartungen und Erfahrungen beeinflussen meine Kommunikation, Sichtweise und Wertung?
- Wie gehen wir untereinander mit Kritik und Konflikten um?
- Wie gestalten wir unseren Alltag?
- Wer übernimmt welche Rollen und Funktionen in der Familie?
- Wie können Wünsche des Einzelnen berücksichtigt werden?
- Wie können bestehende Konflikte gelöst werden?
