News Juli

Liebe Kundinnen und Kunden, 
liebe Interessentinnen und Interessenten,

in diesem Newsletter geht es um souveraene Reaktionen, Potenziale leben und Kommunikation im Hier und Jetzt. 

Manchmal sind Reaktionen so hitzig, wie die Temperatur, die uns gerade vom Wetter beschert wird. Vielleicht kennen Sie solche Situationen: 

Sie kommen Montagmorgen in Ihr Buero und schon an der Tuere werden Sie von einer Mitarbeiterin mit einer Hiobsbotschaft ueberfallen. Herr Meier, der heute eine wichtige Praesentation bei einem Kunden halten sollte, hat sich krank gemeldet. Sie werden gebeten, diese zu uebernehmen. Das Telefon klingelt, aber gerade, als sie es abnehmen wollen, hoert es auf. Sie sehen gerade noch im Display die Nummer Ihres Chefs. Nun wollen Sie sich noch kurz Ueberblick ueber das bevorstehende Meeting verschaffen, Ihre E-Mails checken und sich dann auf die Praesentation beim Kunden für den Nachmittag vorbereiten. Doch leider verweigert Ihr Rechner den Zugriff auf das Abteilungsnetzwerk. Ihr Chef kommt zur Tuer herein und fragt in ruedem Ton nach, wo der Bericht der letzen Woche bleibt - schließlich muss er diesen bei der Geschaeftsleitung einreichen. Sie fangen innerlich an zu kochen. Als dann noch ein Kollege kommt und etwas von Ihnen wissen will, platzt Ihnen der Kragen: "Wie waere es, wenn Du Dich mal selbst um Deine Themen kuemmerst, schließlich kann ich mich nicht zerteilen, oder siehst Du hier ein paar geklonte Menschen von mir rumlaufen?" Der Kollege verlaesst beleidigt das Buero. Sie erschrecken ueber Ihre nicht gerade souveraene Reaktion. 

Doch was hilft in solchen Situationen, gelassen reagieren zu koennen? 

  • Sich selbst eingestehen, dass man nur Eines nach dem Anderen machen kann. Tief durchatmen und Prioritaeten setzen und diese evtl. mit dem Vorgesetzten abklaeren. 
  • Nein sagen koennen. 
  • Verstaendnis für die Wuensche anderer haben und die Grenzen der eigenen Moeglichkeiten realistisch einschätzen - und dies den Gesprächspartnern in Ruhe mitteilen koennen. 
  • Eine persoenliche innere Haltung von "Ich bin o.k. und Du bist o.k.", "auch wenn Du gerade etwas von mir erwartest, was ich nicht liefern kann". Dies bedeutet, die gewuenschte Sache von der Persoenlichkeit des anderen trennen zu koennen. 
  • Koerpersignale bei Stress und Aerger zu kennen und durch einen Atemzug oder ein Code-Wort oder ein inneres Bild Abstand gewinnen koennen. 
  • Antwortreflexe aus dem Aerger heraus durchbrechen zu können.

Potenziale leben 

Potenziale sind Faehigkeiten, die wir noch nicht voll ausgeschoepft haben oder noch nicht in ein Umfeld eingebracht haben, welches uns wichtig ist.

Wir haben viele Faehigkeiten, die wir im Laufe des Lebens erworben haben. Haeufig ist uns gar nicht bewusst, dass dies besondere Staerken oder Talente sind. Doch ist das wirklich das Potenzial, das in uns schlummert? 

Unser Verstand sagt uns zu einem großen Teil, wie wir unser Leben fuehren und wie wir Aufgaben bewaeltigen. Wir sehen, was es zu tun gibt und wir setzen unsere Faehigkeiten, unser Koennen dafuer ein. Das ist oft muehevoll, vor allem dann, wenn es nicht unserem Inneren entspricht - also den Anlagen in uns. Dann bestimmen Aufgaben, Stellenbeschreibungen, Anforderungen von außen, welche Faehigkeiten wir uns aneignen und erwerben sollten. 

Oft werden die Talente und Potenziale nicht genutzt, sondern unterdrueckt, weil sie keinen Platz in den Aufgaben des Lebens finden. 

Nicht jedes Talent, jede Faehigkeit und jede Begabung ist eine berufliche Lebensaufgabe für einen Menschen. Doch macht es zufrieden und gluecklich diese aktiv zu leben - ob im Job oder im Rahmen eines Hobbys. 

Wer gerne rechnet, muss daher noch lange kein Mathematiker werden. Auch wenn dies Lehrer oder Eltern frueher so gesehen haben. Die Gabe dahinter liegt moeglicherweise in der Genauigkeit, analytischen Denkfaehigkeit und dem Drang, Dinge begreifbar zu machen, sich "durchzubeissen", bis man eine Loesung hat. Das kann man auch in einem anderen Umfeld einbringen. Wenn diese Person ein großes Interesse an Wissenschaft und Gesundheit hat, dann wuerde diese Person vielleicht Statistik studieren, um in der Wissenschaft für Kennzahlen im Gesundheitswesen zustaendig zu sein. 

Um seine Potenziale ins Leben zu bringen, ist es daher wichtig hinter die Kulisse zu blicken und es anschließend mit den persoenlichen Interessen zu verbinden. 

Oft faellt es uns schwer andere Ansaetze außerhalb des Naheliegenden zu sehen. 

Wenn man an einem Punkt angelangt ist, an dem man seine Potenziale wiederfinden moechte, sollte man diese nach dem Erkennen von seinen derzeitigen Taetigkeiten trennen. Ansonsten sehen wir nur das Gewohnte. 

Tipp: 

  • Schreiben Sie auf, was Sie gut koennen. Schalten Sie dabei die Stimme des inneren Kritikers aus. Das ist die Stimme, die Ihnen einfluestert, dass es nichts Besonderes ist, dass andere Menschen dies besser koennen usw. Machen Sie sich also frei von dieser einschraenkenden Stimme und schreiben Sie all das auf, was Sie gut machen. Begabungen reifen in unserem Leben heran und haeufig sehen wir sie nicht mehr. 
  • Ein Blick auf die Hobbys oder die Dinge, die wir in Kinder- und Jugendtagen gerne gemacht haben, kann unterstuetzen.
    Was bewundern andere Menschen an Ihnen? Auch dies sind haeufig Zeichen für unsere Staerken.
  • Schauen Sie auf Ihre Liste "was ich gut kann" und streichen Sie alles durch, was Sie nicht gerne tun, doch gut koennen.
    Die Dinge, die wir gut koennen aber nicht gerne tun, entsprechen haeufig nicht unserer Anlage und inneren Befaehigung. 
  • Fragen Sie sich im naechsten Schritt, was Ihre Motivation hinter den Dingen ist, die Sie gerne tun. 
  • Anschließend kann nun die Begabung mit dem Interesse in Einklang gebracht werden. Was interessiert Sie? Was macht Sie neugierig? 

Schreiben Sie auf, was Ihr Interesse weckt und finden Sie nun heraus, wie Sie Ihre Faehigkeiten mit Ihrem Interesse in Einklang bringen koennen. 

Wer gerne malt, muss sich noch lange nicht für Kunst interessieren und Bilder malen. Wenn Malen eine Faehigkeit dieser Person ist und diese sich zum Beispiel für Dekoration und Stoffe interessiert, dann koennte dies gut verbunden werden: Design von Stoffen. Das koennte ein erfuellendes Hobby werden. 

Wir schoepfen unser Potenzial deshalb oft nicht aus, weil wir diese Moeglichkeiten nicht sehen. 

Im Rahmen eines Potenzialcoachings erfahren Sie professionelle Unterstuetzung 

Kommunikation im Hier und Jetzt 

Alles, was im Hier und Jetzt passiert, ist für uns interessanter, als das, was bereits geschehen ist oder erst stattfinden wird. Mit der Vergangenheit verbinden wir eher: "schon vorbei" und "kann man nicht mehr aendern". Mit der Zukunft verknuepfen wir eher: "weit weg", "kann sich noch aendern", "mal sehen, ob es so wird". 

In einem Gespraech wollen wir, dass das Gesagte nicht als unbedeutend oder unsicher wahrgenommen wird. 

Machen Sie das Experiment: Ersetzen Sie die Vergangenheit und Zukunft durch eine Gegenwartssprache. 

Beispiel: "Marion, weißt Du noch? Letzten Sommer waren wir beide auf dieser Party, wo wir bis spaet nachts getanzt haben und dann voellig fertig am Strand in den Himmel geschaut haben?" 

Oder: "Marion, weißt Du noch? Letzten Sommer: Wir beide sind auf dieser Party und tanzen bis spaet nachts und liegen dann voellig fertig am Strand und schauen in den Himmel?" 

Macht es für Sie einen Unterschied? Haeufig bekommt das Gesagte durch die Gegenwartssprache mehr Bedeutung und Emotion. 

A bis Z  diesmal T wie Toleranz  

Toleranz ist das Gewaehrenlassen und Geltenlassen fremder Ueberzeugungen und Handlungsweisen. Ansichten, Werte und Meinungen mit denen wir uebereinstimmen, erfordern von uns keine Toleranz. 

Spannend wird es, wenn etwas nicht mit unserer Einstellung, unseren Werten und unseren Vorstellungen uebereinstimmt. 

Wie tolerant sind wir dann noch? Wie gehen Sie mit Meinungen und Handlungen um, die Ihnen fremd sind? 

Toleranz laesst sich erweitern, indem wir anderen Menschen aufmerksam zuhoeren und interessiert sind. Es gelingt leichter, andere Menschen zu verstehen und deren Werte zu akzeptieren, wenn wir uns nicht von unserem eigenen Standpunkt ablenken lassen, sondern mit voller Aufmerksamkeit anderen zuhoeren. Dazu gehoeren auch Rueckfragen, den Gespraechspartner ausreden zu lassen und die innere Haltung dazulernen zu wollen, ohne dass die eigene Meinung ueber den Haufen geworfen werden muss.

Jedesmal, wenn der Gedanke kommt: "Wie kann man nur so...." (rumlaufen, wie kann man sich nur so anziehen, so benehmen....) haben wir die Chance Toleranz zu trainieren. 

 

Zeit in sich zu hinein zu hören  

 

 

Viele Grüße aus München
Ihre Birgit Schäfer & Team


Signatur Birgit Schäfer

mentale-staerke
Birgit Schäfer - zertifizierte Managementtrainerin & Coach